Schweigen ist keine Option

Schweigen ist keine Option


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Veröffentlicht von Christina Duncker am Donnerstag, 30. Juli 2020, 19:00 Uhr
© Gordon Johnson

Moin, 

rechtsradikale Bedrohungen und Vorfälle verschweigen, um den Frieden in der Gemeinde zu wahren?!

Puh, ich kann meinen Kollegen Wulf in der Kirchengemeinde Nahe verstehen, dass er dieses nicht länger konnte. 

Wie frustrierend, wenn sich die meisten Gemeindevertreter bei der Abstimmung einer Resolution gegen Rechts enthalten. Was sagt das aus? 

In den USA wird bei den Demonstration nach dem Tod von George Floyd auch das Schild: white silence is violence, hoch gehalten. 

Es ruft uns alle in die Verantwortung. Schweigen, Enthaltung darf keine Option sein. 

Wir müssen Farbe bekennen, sonst finden wir uns schneller als wir denken erneut in einer braunen Welt wieder.

Der ehemalige Schwager des Mörders von Walter Lübcke sagte, dass er geschwiegen  hat, wenn sein Ex-Schwager antisemitische und rassistische Äußerung von sich gab, weil es nichts genützt hätte. Er sei zu verbohrt gewesen. 

Als Christ*innen wissen wir aber, dass ein Wort alles auf den Kopf stellen kann. Darum dürfen wir nicht schweigen.

Zufällig blieb ich die Tage im Fernsehen bei einem Beitrag hängen. Hier würde über eine Gedenkveranstaltung für Theodoros Boulgarides, ein NSU-Opfer, und eine Kunstinstallation `Ich bin Theodoros Boulgarides´ berichtet. Ich war geschockt, dass die Installation 182 Opfer von rechtsradikaler Gewalt seit der erinnert, die es in Deutschland seit der Wende gegeben hat. 

182 Oper - wir haben viel zu lange geschwiegen. 

PS: Hier könnt ihr den interessanten Bericht sehen. Den evangelischen Pastor, der beim interreligiösen Gottesdienst mitwirkt, kennt ihr übrigens ; ) Grüße nach München. 

Gedenkfeier für Theodoros Boulgarides: "Das Hauptgefühl ...