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Festgenagelt

Festgenagelt


# Neuigkeiten
Veröffentlicht von Christina Duncker am Freitag, 2. April 2021, 00:00 Uhr

Ganz schnell werden wir festgenagelt: 

„Du hast aber versprochen, dass ich heute noch Süßes bekommen.“ fordert das Kind.

„Hast du nicht gesagt, dass du den Weg kennst und wir niemanden nach dem Weg fragen müssen.“ nörgelt die Partnerin oder der Partner.

„Sie haben die Corona-Tests doch für Montag zugesagt.“ attackieren politische Mitstreiter. 

Ganz schnell werden wir festgenagelt und ebenso schnell nageln wir jemanden fest. 

Im zurückliegenden Jahr ist es mir besonders aufgefallen. Zu neu war für uns alle die unbekannte Situation. Neue Regeln gepaart mit Unsicherheit und Angst. 

Wer eben noch bejubelt wurde, wird jetzt gekreuzigt.

Und damit meine ich nicht nur politisch Verantwortliche, sondern alle Menschen, die Verantwortung in dieser Krise übernommen haben. Im Krankenhaus, an der Kasse, in Kita, in der Schule, im Gemeinwesen, in der Kirche. 

„Andere hat er gerettet, aber sich selbst kann er nicht retten.“ spottet die religiöse Elite über Jesus. 

Sie reißen seine Worte aus dem Zusammenhang. Hören nicht bis zum Schluss zu. Sie verstehen seine Taten nicht.

Alles wird gegen ihn gewendet. Er wird festgenagelt. Unbarmherzig.  

 Jesu Sterben ist immer wieder neu der Spiegel, in dem wir uns nicht wieder erkennen wollen.

Jesu Sterben ist immer wieder neu der Stolperstein, der uns aus dem Kreislauf der Unbarmherzigkeit und Gewalt befreien will. 

Jesus will uns befreien von der Gewalt, die uns bestimmt und von dem Unrecht, das wir erfahren. 

Pastorin Duncker